Apps und DiGA: Nutzung, Verschreibung, Regulierung — aktuelle Studien
5 Lektionen · ~195 Minuten
92 Prozent der befragten Internisten glauben, dass DiGA die Versorgung verbessern — aber nur 32 Prozent haben je eine verschrieben. Diese Sitzung arbeitet die aktuelle Studienlage zu Gesundheits-Apps durch: Warum die Verschreibungslücke besteht und welche Zugangsstrategien Entwickler daraus ableiten (Befragungen von 100 Ärzten und 19 DiGA-Anbietern), welche Merkmale eine „gute“ App ausmachen (Delphi-Studie mit 129 Stakeholdern aus drei Ländern: Datenschutz schlägt klinischen Nutzen), wie genau Smartwatches wirklich messen (Apple Watch gegen medizinisches Pulsoxymeter, auch im hypoxischen Bereich), was Zyklus-Apps am Arbeitsplatz leisten und wo Hebammen-Technik steht. Modul 2 wechselt zur Bewertungsfrage: Passt der klassische RCT überhaupt zu Software, die sich alle paar Wochen ändert — und welche Alternativen diskutieren 46 Fachleute aus 14 Ländern? Den Abschluss macht ein methodisches Kabinettstück: eine Tablet-App für die Reanimationsdokumentation, deren Studiendesign den Trainingseffekt sauber herausrechnet. Am Ende können Sie App-Studien methodisch einordnen und Konsequenzen für Einführung und Einkauf ableiten.
Vorkenntnisse: Basis- und Fortgeschritten-Kurs (insbesondere F05 Apps und Medizinprodukte; P02 und P03 vertiefen die Methodik).
Inhalte
Nutzung
- Die DiGA-Verschreibungslücke: Befund und Zugangsstrategien · 40 min Vorschau
- Was macht eine „gute“ App aus? Das Delphi-Framework · 35 min
- Smartwatches, Zyklus-Apps, Hebammen-Technik: die Evidenz · 40 min
Bewertung
- Regulierung und Evaluation: Braucht es Alternativen zum RCT? · 40 min
- Lehrstück Evaluationsdesign: die eResus-Studie · 40 min