Apps und Medizinprodukte auf den Markt bringen
5 Lektionen · ~200 Minuten
Die Sicherheitszertifizierung einer DiGA kostet 60.000 bis 70.000 Euro, der Penetrationstest noch einmal so viel — und die Behörden schicken den Hersteller im „Ping-Pong“ hin und her, ob er für fünf Indikationen fünfmal zahlen muss. Die Medizinprodukteverordnung hat den Dokumentationsaufwand verdreifacht, die Umsetzungskosten werden auf 18,8 Milliarden US-Dollar geschätzt, und 93 Prozent der deutschen Medizintechnikfirmen haben unter 250 Mitarbeiter. Zugleich soll Femtech bis 2025 eine 50-Milliarden-Dollar-Industrie sein, wurden 2020 in Deutschland 6,8 Millionen Wearables verkauft, und eine Reizdarm-App wurde nach Daten von 80 Patienten DiGA. Diese Sitzung führt vom Prototyp zum zugelassenen Produkt: Wann eine App Medizinprodukt wird, was MDR und AI Act verlangen, wie DiGA- und DiPA-Zulassung aus Gründersicht aussehen, welche Märkte locken — und warum ein Wagniskapitalgeber, den private Krankenversicherer finanzieren, davor warnt, dass Technologie im Gesundheitswesen die Kosten erhöht.
Vorkenntnisse: Sitzung B02 (Apps und DiGA) oder vergleichbares Grundwissen.
Inhalte
Regulierung
- Wann wird die App zum Medizinprodukt? · 40 min Vorschau
- MDR: Umsetzung und Einschätzungen · 40 min
- DiGA- und DiPA-Zulassung: Gründerberichte · 40 min
Markt
- Femtech, smarte Ringe, Reizdarm-App: Marktpotenziale · 40 min
- Bezahlbar bleiben: die Kostenträger-Sicht · 40 min