Das digitale Krankenhaus steuern
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Deutsche Kliniken erreichten 2017 im EMRAM-Ländervergleich einen Durchschnittsscore von 2,3 von 7 — der europäische Durchschnitt lag bei 3,6, die USA bei 5,4. Nur 56 Prozent der Häuser erwirtschafteten 2019 einen Überschuss, und das Investitionsdefizit der letzten Jahrzehnte wird auf rund 30 Milliarden Euro geschätzt.
Zugleich gilt: Eine OP-Minute bringt fächerübergreifend im Schnitt rund 17 Euro Erlös, ein Unit-Dose-System senkt die Rate falsch gestellter Tabletten von 10 bis 25 Prozent in den Promillebereich, und ein Machine-Learning-Modell sagt Komplikationen nach kardiologischen Eingriffen mit 88 Prozent Genauigkeit voraus.
Diese Sitzung gibt Ihnen die Werkzeuge, um den Digitalisierungsstand eines Hauses zu messen, Prozesshebel samt ihrer Voraussetzungen zu bewerten, Kooperationsformen einzuordnen und daraus eine Priorisierung in vier Zeilen zu bauen, die vor einem Aufsichtsgremium Bestand hat.
Grundlage sind 15 Beiträge des ATLAS Digitale Gesundheitswirtschaft. Studienergebnisse und Einschätzungen aus Interviews werden dabei durchgehend getrennt gehalten, und bei jeder Zahl steht, worauf sie sich bezieht.
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Inhalte
Wo steht das Haus
- Reifegrad messen: Instrumente und Fallstricke · ca. 9 Min.
- Prozesse: Process Mining, Entlassmanagement, Hybrid-OP, Unit Dose · ca. 9 Min.
- Kollaboration und Shared Services · ca. 7 Min.
Entscheiden unter Druck
- Vernetzen statt allein: Stimmen aus Krankenhausgesellschaft und Uniklinik · ca. 8 Min.
- Priorisieren: was zuerst, was nie · ca. 6 Min.