Wissenschaftliche Texte lesen und verarbeiten
5 Sitzungen · kostenlos
Gedruckt oder am Bildschirm lesen, Studien einschätzen, Literatur und Notizen verwalten, Rückmeldung zu Texten geben und annehmen, die Abschlussarbeit planen.
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✅ Checkliste: die wichtigsten Punkte dieses Kurses
Fünf Sitzungen, ein Satz je Lerneinheit — zum Abhaken. Alles Weitere steht in der jeweiligen Sitzung.
Sitzung 1 · Gedruckt oder am Bildschirm lesen
Sitzung 2 · Wissenschaftlich lesen
Sitzung 3 · Literatur verwalten, Notizen vernetzen
Sitzung 4 · Feedback
Sitzung 5 · Die Abschlussarbeit planen
Sitzung 1 · Gedruckt oder am Bildschirm lesen
- ☐ Denselben Text verstanden Lesende auf Papier etwas besser als am Bildschirm — über 54 Studien mit 171.055 Teilnehmenden betrug die Effektstärke g = −0,21 (Delgado u. a., 2018).
- ☐ Der Unterschied zeigte sich bei Sachtexten und unter Zeitdruck, nicht bei erzählenden Texten — und er wurde von 2000 bis 2017 größer, nicht kleiner.
- ☐ Was ich für das Studium verstehen muss, lese ich auf Papier; am Bildschirm schreibe ich Schlüsselwörter auf, die den Text zusammenfassen, und bestimme die Lesezeit selbst.
Sitzung 2 · Wissenschaftlich lesen
- ☐ Ich lese einen Aufsatz in der Reihenfolge Zusammenfassung, Abbildungen, Diskussion, Methoden, Einleitung — bei einem neuen Thema die Einleitung früh.
- ☐ Ich lese mit Fragen statt Textmarker und halte je Text drei Sätze fest: Behauptung, Beleg, Grenze.
- ☐ Fünf Fragen an jede Studie: Wer, wie viele? Vergleichsgruppe? Zufällige Zuteilung? Wie groß der Unterschied? Wiederholt?
- ☐ Begutachtung prüft den Text, nicht die Daten — eine einzelne Arbeit ist ein Hinweis, kein Befund; vor dem Zitieren prüfe ich auf der Seite der Zeitschrift, ob sie zurückgezogen wurde.
- ☐ Sechs Zeilen je Text: Kurzbeleg, Behauptung, Beleg, Grenze, mein Gebrauch, Wörtliches mit Seitenzahl.
Sitzung 3 · Literatur verwalten, Notizen vernetzen
- ☐ Notizen wirken erst, wenn ich anschließend mit ihnen arbeite — und wenn sie in eigenen Worten stehen.
- ☐ Zwei getrennte Sammlungen: vollständige Belegverwaltung und Gedankenspeicher, verbunden durch Kurzbelege.
- ☐ Beleg beim ersten Kontakt erfassen, jeden Eintrag einmal an der Quelle prüfen, wenige Gruppen nach Vorhaben.
- ☐ Ein Gedanke je Notiz, eigene Worte, Verweis, Kurzbeleg.
- ☐ Zwei Minuten je Beleg, zehn je Text, dreißig je Woche für Notizen, zwanzig je Monat fürs Durchsehen — Warnzeichen: mehr Belege als Gedanken.
Sitzung 4 · Feedback
- ☐ Meine Rückmeldung beantwortet: Wohin gehe ich, wie komme ich voran, was kommt danach.
- ☐ Ich gebe Rückmeldung zu Aufgabe, Vorgehen und Selbststeuerung — kaum zur Person.
- ☐ Beobachtung, Wirkung, Vorschlag — kein Urteil über die Person; wer kommentiert, verbessert auch die eigenen Texte.
- ☐ Gegenlesen organisiere ich mit drei Kriterien, einem Dreischritt je Kriterium, ohne Noten.
- ☐ Rückmeldung annehmen: wertschätzen, beurteilen, mit dem Gefühl umgehen, handeln — ein Tag Abstand vor der Entscheidung.
Sitzung 5 · Die Abschlussarbeit planen
- ☐ Meine Frage nennt einen Gegenstand, legt ein Vorgehen nahe, hat ein offenes Ergebnis — und ist kleiner, als es sich richtig anfühlt.
- ☐ Ich ziehe vor der Zeitschätzung ausdrücklich meine eigene Vergangenheit heran (33,9 Tage geschätzt, 55,5 gebraucht).
- ☐ Ich zerlege nach Ergebnissen, nicht nach Zeiträumen, und prüfe jeden Stichtag wirklich nach — als Frühwarnung.
- ☐ Mein Wenn-dann-Plan nennt Zeit, Ort und eine kleine beginnbare Handlung.
- ☐ Stockt es: zu große Frage → einschränken; nicht ins Schreiben kommen → Wenn-dann-Plan und hässlicher Rohtext; Plan gerissen → mit echten Zeiten neu; früh melden.
Sitzungen dieses Kurses
In diesem Kurs liegt derzeit keine veröffentlichte Sitzung.
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