Prüfungen bestehen und das Gelernte behalten
7 Sitzungen · kostenlos
Was weniger bringt, als es sich anfühlt. Sich selbst abfragen, verteilt lernen, selbst erklären, große Stoffmengen ordnen, die Prüfungsphase planen und aus Noten und Fehlern lernen.
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✅ Checkliste: die wichtigsten Punkte dieses Kurses
Sieben Sitzungen, ein Satz je Lerneinheit — zum Abhaken. Alles Weitere steht in der jeweiligen Sitzung.
Sitzung 1 · Was weniger bringt, als es sich anfühlt
Sitzung 2 · Sich selbst abfragen
Sitzung 3 · Verteilt lernen
Sitzung 4 · Selbsterklären
Sitzung 5 · Große Stoffmengen strukturieren
Sitzung 6 · Die erste Prüfungsphase
Sitzung 7 · Aus Noten und Fehlern lernen
Sitzung 1 · Was weniger bringt, als es sich anfühlt
- ☐ Ich markiere höchstens zwei Stellen je Seite — und mache aus jeder eine Frage.
- ☐ Ich lege den Text weg, bevor ich zusammenfasse; was fehlt, kommt auf die Liste der offenen Stellen.
- ☐ Ich kenne die Behauptung hinter den „Lerntypen" (die Passungsannahme): Wer nach seiner Vorliebe unterrichtet wird, lerne mehr.
- ☐ Ich weiß: Für die Passungsannahme fanden Pashler u. a. (2008) fast keine Untersuchung mit dem erforderlichen Aufbau — Vorlieben sind real, als Erklärung für ein Prüfungsergebnis taugen sie nicht.
- ☐ Ich frage „was verlangt dieser Stoff?" statt „welcher Typ bin ich?" — und richte die Darbietungsform nach dem Stoff, nicht nach einem „Typ".
Sitzung 2 · Sich selbst abfragen
- ☐ Ich weiß: Ein Abruf verändert das Wissen, er misst es nicht nur (Roediger & Karpicke, 2006).
- ☐ Ich traue dem Gefühl nach dem Lernen nicht — es ordnet die Methoden falsch herum.
- ☐ Ich erzeuge die Antwort zuerst selbst und lese die richtige Antwort erst danach nach.
- ☐ Meine Karteikarten fragen genau eine Sache ab und lassen sich nicht mit Ja oder Nein beantworten; gekonnte Karten bleiben im Stapel, nur mit größerem Abstand.
- ☐ Ein Drittel der Zeit je Thema gehört dem Abruf — die zehn Minuten direkt nach der Veranstaltung zuerst.
Sitzung 3 · Verteilt lernen
- ☐ Ich verteile dieselben Stunden mit Lücken dazwischen, statt sie zu ballen.
- ☐ Bis zur Prüfung in Wochen: Abstand ≈ ein Fünftel der verbleibenden Zeit (bei zwölf Wochen etwa zwei Wochen).
- ☐ Ich nehme etwas Vergessen zwischen zwei Durchgängen in Kauf — es macht den zweiten Durchgang wirksam.
- ☐ Ein Fächerkasten staffelt meine Abstände nach Können; keine Karte fällt ganz heraus.
- ☐ Meine Wiederholungsregel ist einhaltbar: „alle zwei Wochen freitags, plus ein bis zwei Fragen aus einem älteren Abschnitt".
Sitzung 4 · Selbsterklären
- ☐ Nachvollziehen heißt nicken, Selbsterklären heißt begründen.
- ☐ Meine Auslösefragen: Was passiert hier, warum ist es zulässig, was wäre die Alternative, wo im Ablauf sind wir?
- ☐ Die Erklär-Probe: Blatt zu, erklären, Stockstellen markieren, nur diese nachlesen, sofort noch einmal ohne Vorlage.
- ☐ Von der bekannten Vier-Schritt-Methode nehme ich den Kern (ohne Vorlage erklären, Lücken schließen), nicht die Vorschrift.
- ☐ Ich erkläre jemandem, der das Fach nicht kennt — Rückfragen treffen die Lücke zuverlässiger als mein Gefühl.
Sitzung 5 · Große Stoffmengen strukturieren
- ☐ Schwer ist nicht viel Stoff, sondern verschränkter Stoff — Struktur macht aus vielen Teilen wenige.
- ☐ Ich sortiere wie Fachleute nach dem Prinzip, nicht nach dem Sichtbaren: In meinen Überschriften stehen Prinzipien.
- ☐ Eine Wissenslandkarte schlägt Zuhören und Diskutieren deutlich, eigenes Gliedern kaum — und verliert gegen Abrufüben.
- ☐ Reihenfolge: Gerüst mit höchstens zehn Prinzipien, dann Karte, dann Tiefe, dann wöchentliche Kontrolle aus dem Gedächtnis.
- ☐ Über das Semester: Gerüst und Karte in den ersten zwei Wochen, zwanzig Minuten Kontrolle je Woche, ab Woche 13 nur abfragen.
Sitzung 6 · Die erste Prüfungsphase
- ☐ Ich plane vom Prüfungstermin aus rückwärts: vier Wochen vorher sichten, drei Wochen vorher testen, eine Woche vorher unter Prüfungsbedingungen üben — und die Nachtstunden stehen als feste Größe im Plan.
- ☐ Bei knapper Zeit: erst das schwer Gewichtete nah am Können, dann das schwer Gewichtete weit weg, zuletzt Randständiges als Minimalfassung.
- ☐ Zwei Prüfungen in einer Woche: zwei Rückwärtspläne gleichzeitig, Fächer im Wechsel — nur die letzten zwei Tage gehören ganz einem Fach.
- ☐ Meine Übungsprüfung läuft ohne Unterlagen, mit Uhr, in einem Zug; die Auswertung dauert länger als das Schreiben.
- ☐ In der Prüfung zuerst durchblättern und Zeit einteilen; danach zwanzig Minuten aufschreiben, was funktioniert hat und welche eine Sache ich ändere.
Sitzung 7 · Aus Noten und Fehlern lernen
- ☐ Eine Note misst, sie erklärt nicht — brauchbar ist nur eine Erklärung, aus der ein nächster Schritt folgt.
- ☐ Ein eigener Versuch mit anschließender Korrektur schlägt fehlerfreies Durcharbeiten; überzeugte Fehler werden am ehesten korrigiert.
- ☐ Klausureinsicht: je Fehler Art, richtige Lösung, Grund — dann Punkte je Fehlerart zählen; die größte Kategorie bestimmt die eine Änderung.
- ☐ Rückmeldung nützt, wenn sie auf die Aufgabe zielt, nicht auf die Person.
- ☐ Die Haltung zur eigenen Fähigkeit ist ein kleiner Hebel; der große bleibt das Vorgehen.
Sitzungen dieses Kurses
In diesem Kurs liegt derzeit keine veröffentlichte Sitzung.
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