Fortgeschritten
10 Sitzungen · kostenlos
✅ Checkliste: die wichtigsten Punkte dieses Kurses
Zehn Sitzungen, ein Vorsatz je Lerneinheit, zum Abhaken. So gehen Sie ideal vor; Begründungen und Belege stehen in der jeweiligen Sitzung.
Sitzung 1 · Selbstreguliertes Lernen
Sitzung 2 · Verschachteltes Üben
Sitzung 3 · Elaborieren
Sitzung 4 · Selbsterklären
Sitzung 5 · Prioritäten unter Druck
Sitzung 6 · Prüfungsangst
Sitzung 7 · Aus Noten und Fehlern lernen
Sitzung 8 · Lerngruppen
Sitzung 9 · Feedback
Sitzung 10 · KI beim Lernen
Sitzung 1 · Selbstreguliertes Lernen
- ☐ Ich plane mit einem Erfolgsmaßstab, prüfe nach der Hälfte und werte mit genau einer Änderung aus.
- ☐ Bevor ich die Unterlagen wegräume, nehme ich mir fünf Minuten für drei Fragen: Ergebnis als Zahl, Umstände, eine Änderung.
- ☐ Ich verlasse mich nicht auf das Gefühl, wie leicht mir der Stoff heute fällt.
- ☐ Ich urteile über meinen Stand erst nach einem Abruf und nicht am selben Tag.
- ☐ Ich werte auf drei Ebenen aus: die Lerneinheit, die Woche und die Prüfungsphase.
Sitzung 2 · Verschachteltes Üben
- ☐ Ich übe gemischt, auch wenn es sich beim Üben schlechter anfühlt.
- ☐ Ich übe gezielt, zu erkennen, welches Verfahren eine Aufgabe verlangt.
- ☐ Ich rechne erst ein bis zwei Aufgaben je Verfahren hintereinander und mische dann.
- ☐ Ich verbinde beides: Abstände zwischen den Terminen und gemischte Aufgaben innerhalb eines Termins.
- ☐ Ich baue mir gemischte Übungssätze: Nummern ziehen, Aufgabenkarten mischen oder Altklausuren rechnen.
Sitzung 3 · Elaborieren
- ☐ Ich frage beim Lernen „Warum ist das so?“ und antworte aus meinem Vorwissen, nicht aus dem Text.
- ☐ Ich stelle auch die Fragen „Warum nicht anders?“ und „In welchem Fall gilt das nicht?“.
- ☐ Ich stelle zwei bis drei Warum-Fragen je Seite und schreibe sie in die Fragenspalte meiner Mitschrift.
- ☐ Ich prüfe meine eigene Begründung nach und korrigiere sie sofort.
- ☐ Einzelne Aussagen befrage ich, Abläufe erkläre ich mir.
Sitzung 4 · Selbsterklären
- ☐ Ich erkläre mir jeden Schritt eines Beispiels, statt ihn nur nachzuvollziehen.
- ☐ Ich frage bei jedem Schritt: Was passiert hier, warum ist es zulässig, was wäre die Alternative, wo im Ablauf sind wir?
- ☐ Ich mache die Erklär-Probe: Blatt zu, erklären, Stockstellen markieren, nur diese nachlesen, sofort noch einmal ohne Vorlage.
- ☐ Ich erkläre ohne Vorlage und schließe die Lücken. „So, dass ein Kind es versteht“ nehme ich nur als Faustregel.
- ☐ Ich erkläre den Stoff jemandem, der das Fach nicht kennt, und bitte ausdrücklich um Rückfragen.
Sitzung 5 · Prioritäten unter Druck
- ☐ Ich trage Aufgaben, die wichtig, aber nicht dringend sind, selbst als Termin in den Kalender ein.
- ☐ Für wichtige, ferne Aufgaben stelle ich Nähe her, mit einem Wenn-dann-Plan mit Ort und Zeit.
- ☐ Ich prüfe jede Aufgabe: Zählt sie für das Ergebnis, geht sie nur jetzt, wirkt sie über das Semester hinaus?
- ☐ Bei fremder Dringlichkeit frage ich: Für wen ist das dringend, und bis wann wirklich? Dann sage ich später, Teil-Ja oder Nein mit Grund.
- ☐ Ist alles dringend, entscheide ich, was nur ausreichend wird, erledige das Nicht-Reparierbare zuerst und frage früh.
Sitzung 6 · Prüfungsangst
- ☐ Ich nehme meine Prüfungsangst ernst, ohne sie als Zeichen fehlender Eignung zu deuten.
- ☐ Ich messe meine Sicherheit vor der Prüfung an einer Leistung ohne Unterlagen, nicht am Gefühl.
- ☐ Ich bereite mich überprüfbar vor und halte meinen Stand als Zahl fest.
- ☐ Am Prüfungstag verlasse ich mich auf meine Vorbereitung. Kurzübungen gegen Sorgen ersetzen sie nicht.
- ☐ Hält die Angst über Wochen an oder lässt sie mich Prüfungen meiden, gehe ich in die psychologische Beratung meiner Hochschule.
Sitzung 7 · Aus Noten und Fehlern lernen
- ☐ Nach einer Note suche ich eine Erklärung, aus der ein nächster Schritt folgt.
- ☐ Ich versuche eine Antwort zuerst selbst und sehe mir danach die richtige an.
- ☐ In der Klausureinsicht notiere ich je Fehler Art, richtige Lösung und Grund. Die Fehlerart mit den meisten verlorenen Punkten bestimmt meine eine Änderung.
- ☐ Bei einer Rückmeldung frage ich nach der Aufgabe, nicht nach meiner Person.
- ☐ Nach jeder Prüfung lege ich einen konkreten nächsten Schritt in meinem Vorgehen fest.
Sitzung 8 · Lerngruppen
- ☐ Ich lerne in der Gruppe mit verteilten Aufgaben und festem Ablauf, nicht nur nebeneinander.
- ☐ Wir machen jeden Beitrag einzeln sichtbar und sammeln Ideen erst getrennt, dann gemeinsam.
- ☐ Wir sorgen für die fünf Bedingungen, vor allem für individuelle Verantwortlichkeit.
- ☐ Wir erklären uns den Stoff gegenseitig ohne Unterlagen.
- ☐ Wir vereinbaren: drei bis vier Personen, fester Termin, verteilte Themen, vorher gelesen, im Termin erklärt und abgefragt.
Sitzung 9 · Feedback
- ☐ Meine Rückmeldung beantwortet drei Fragen: Wohin gehe ich, wie komme ich voran, was kommt danach?
- ☐ Ich richte meine Rückmeldung auf Aufgabe, Vorgehen und Selbststeuerung, nicht auf die Person.
- ☐ Ich gebe Rückmeldung in drei Teilen: Beobachtung, Wirkung, Vorschlag.
- ☐ Ich organisiere Gegenlesen mit drei Kriterien, einem Dreischritt je Kriterium und ohne Noten.
- ☐ Ich lasse zwischen dem Hören einer Rückmeldung und meiner Entscheidung einen Tag Abstand.
Sitzung 10 · KI beim Lernen
- ☐ Ich nutze ein Sprachmodell als Gegenüber, nicht als Quelle.
- ☐ Ich lasse mir vom Sprachmodell den eigenen Abrufversuch nicht abnehmen.
- ☐ Ich lasse mich abfragen statt erklären: eine Frage, warten, Rückmeldung danach, Stoff aus meinem Skript.
- ☐ Ich erkläre selbst und nutze das Modell als nachfragenden Zuhörer. Die Arbeit, die später geprüft wird, gebe ich nicht ab.
- ☐ Ich halte mich an Prüfungsordnung und Ankündigung, gebe keine fremden oder personenbezogenen Daten ein und übernehme keine Literaturangabe ungeprüft.
Das eigene Lernen steuern. Verschachtelt üben, elaborieren, selbst erklären. Prioritäten unter Druck, Prüfungsangst, aus Noten und Fehlern lernen, Lerngruppen, Rückmeldung — und KI beim Lernen.
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