Basis
13 Sitzungen · kostenlos
✅ Checkliste: die wichtigsten Punkte dieses Kurses
Dreizehn Sitzungen, ein Vorsatz je Lerneinheit, zum Abhaken. So gehen Sie ideal vor; Begründungen und Belege stehen in der jeweiligen Sitzung.
Sitzung 1 · Wie Erinnern funktioniert
Sitzung 2 · Sich selbst abfragen
Sitzung 3 · Verteilt lernen
Sitzung 4 · Was weniger bringt, als es sich anfühlt
Sitzung 5 · Mitschreiben und ordnen
Sitzung 6 · Anwesenheit
Sitzung 7 · Konzentration
Sitzung 8 · Gedruckt oder am Bildschirm lesen
Sitzung 9 · Die Woche planen
Sitzung 10 · Ziele setzen
Sitzung 11 · Aufschieben
Sitzung 12 · Die erste Prüfungsphase
Sitzung 13 · Durchhalten
Sitzung 1 · Wie Erinnern funktioniert
- ☐ Ich fasse Einzelheiten zu größeren Einheiten zusammen, statt sie einzeln aufzunehmen.
- ☐ Ich wiederhole früh, am besten noch am selben Tag, und nicht erst kurz vor der Prüfung.
- ☐ Ich nehme die Anstrengung beim Abrufen in Kauf, statt die bequeme Methode zu wählen.
- ☐ Ich beurteile mein Können erst, nachdem ich es ohne Vorlage versucht habe.
- ☐ Ich lerne vor allem mit zwei Techniken: mich selbst abfragen und verteilt lernen.
Sitzung 2 · Sich selbst abfragen
- ☐ Ich frage mich selbst ab, statt den Stoff nur wiederzulesen.
- ☐ Ich halte meinen Stand als Zahl fest: so viele von so vielen Fragen ohne Unterlagen beantwortet.
- ☐ Ich frage mich selbst ab, bevor ich die Lösung ansehe.
- ☐ Ich schreibe Karteikarten, die genau eine Sache abfragen, und behalte auch gekonnte Karten im Stapel.
- ☐ Ich nutze die zehn Minuten direkt nach der Veranstaltung, um mich abzufragen.
Sitzung 3 · Verteilt lernen
- ☐ Ich verteile das Lernen auf mehrere Tage, statt es zu ballen.
- ☐ Ich lege den Abstand zwischen zwei Wiederholungen auf etwa ein Fünftel der Zeit bis zur Prüfung.
- ☐ Ich lasse zwischen zwei Durchgängen bewusst Zeit vergehen.
- ☐ Ich ordne meine Karteikarten in einem Fächerkasten nach Können und nehme keine Karte ganz heraus.
- ☐ Ich halte mich an eine feste Wiederholungsregel, zum Beispiel alle zwei Wochen freitags, dazu ein bis zwei Fragen aus einem älteren Abschnitt.
Sitzung 4 · Was weniger bringt, als es sich anfühlt
- ☐ Ich markiere höchstens zwei Stellen je Seite und mache aus jeder eine Frage.
- ☐ Ich lege den Text weg, bevor ich zusammenfasse. Was fehlt, kommt auf meine Liste der offenen Stellen.
- ☐ Ich richte mein Lernen nicht nach einem Lerntyp aus.
- ☐ Nach einer enttäuschenden Note suche ich eine Erklärung, aus der eine Handlung folgt.
- ☐ Ich frage: Was verlangt dieser Stoff? Danach wähle ich die Darstellungsform.
Sitzung 5 · Mitschreiben und ordnen
- ☐ Ich schreibe viel mit, und zwar in eigenen Worten.
- ☐ Ich schreibe vor allem Begründungen, Einschränkungen und Beispiele mit. Wörtlich schreibe ich nur Formeln, Definitionen und Zitate.
- ☐ Ich teile mein Blatt nach Cornell auf: rechts Notizen, links Fragen, unten Zusammenfassung.
- ☐ Ich formuliere in der linken Spalte Fragen, die so in einer Klausur stehen könnten.
- ☐ Ich schreibe in vorhandene Folien hinein und gehe schwierige Abschnitte einer Aufzeichnung ein zweites Mal durch.
Sitzung 6 · Anwesenheit
- ☐ Ich gehe zu jeder Veranstaltung hin und mache hinter jeden besuchten Termin einen Strich im Kalender.
- ☐ Muss ich doch fehlen, bleibt es bei höchstens drei versäumten Terminen je Veranstaltung.
- ☐ Komme ich nicht mehr mit, gehe ich trotzdem hin und hole mir zusätzlich Anschluss: Lerngruppe, Sprechstunde, Grundlagen nacharbeiten.
- ☐ Ich plane Abgaben früh, damit sie keine Veranstaltung verdrängen.
- ☐ Fehle ich doch, trage ich das Nacharbeiten fest in dieselbe Woche ein.
Sitzung 7 · Konzentration
- ☐ Ich plane einzelne Arbeitsabschnitte, keine ganzen Nachmittage.
- ☐ Ich lege das Telefon beim Lernen außer Sichtweite, am besten in einen anderen Raum.
- ☐ Ich schütze mich vor Unterbrechungen, solange ich an einer Aufgabe sitze.
- ☐ In der Lehrveranstaltung schalte ich am Laptop das Internet aus, wenn ich es nicht für die Veranstaltung brauche.
- ☐ Ich treffe Vorkehrungen statt Vorsätze: Jede Ablenkung soll mich einen Handgriff mehr kosten.
- ☐ Ich arbeite 25 bis 50 Minuten an einer klaren Aufgabe und mache danach eine Pause weg vom Platz.
Sitzung 8 · Gedruckt oder am Bildschirm lesen
- ☐ Ich entscheide bewusst, ob ich einen Text auf Papier oder am Bildschirm lese.
- ☐ Sachtexte, die ich unter Zeitdruck verstehen muss, lese ich auf Papier.
- ☐ Am Bildschirm schreibe ich Schlüsselwörter auf, die den Text zusammenfassen, und bestimme die Lesezeit selbst.
Sitzung 9 · Die Woche planen
- ☐ Ich vergleiche frühere Zeitschätzungen mit der tatsächlichen Dauer und plane entsprechend mehr Zeit ein.
- ☐ Ich schreibe Vorsätze als Wenn-dann-Plan: „Wenn [Situation], dann [kleine Handlung].“
- ☐ Ich trage erst das Feste ein, dann die Lerntermine, dann Puffer. Jede Woche blicke ich zehn Minuten zurück.
- ☐ Ich lege das Schwierigste in meine beste Tageszeit und halte für schlechte Tage eine Liste kleiner Aufgaben bereit.
- ☐ Reißt der Plan, streiche ich statt zu schieben, notiere den Grund und mache den nächsten Plan kleiner.
Sitzung 10 · Ziele setzen
- ☐ Ich setze mir ein bestimmtes und anspruchsvolles Ziel statt „ich gebe mein Bestes“.
- ☐ Ich nutze SMART nur als Merkhilfe und lese das A als „ambitioniert“.
- ☐ Ich zerlege mein Ziel: oben ein Ergebnis, in der Mitte abfragbare Zwischenstände, unten Handlungen.
- ☐ Trägt ein Ziel nicht, prüfe ich zuerst Bindung, Zuschnitt und Rückmeldung, nicht meine Willenskraft.
- ☐ Ich verbinde jedes Ziel mit Wenn-dann-Plänen, drei Auslöser je Fach.
Sitzung 11 · Aufschieben
- ☐ Schiebe ich auf, prüfe ich, was dahintersteckt: Ablenkbarkeit, Impulsivität, eine unangenehme Aufgabe oder geringes Zutrauen.
- ☐ Ich setze am Gefühl an, nicht am Kalender: Ich benenne, was die Aufgabe unangenehm macht.
- ☐ Ich baue früh kleine, echte Fristen ein, am besten solche, die eine andere Person sieht.
- ☐ Ich mache den Anfang klein: fünf Minuten und ein fester Auslöser.
- ☐ Ich halte abgeschlossene kleine Schritte fest. Betrifft das Aufschieben über Wochen fast alles, gehe ich in eine Beratung.
Sitzung 12 · Die erste Prüfungsphase
- ☐ Ich plane vom Prüfungstermin aus rückwärts: vier Wochen vorher sichten, drei Wochen vorher testen, eine Woche vorher unter Prüfungsbedingungen üben.
- ☐ Bei knapper Zeit lerne ich zuerst, was schwer gewichtet ist und nah am Können liegt. Randständiges lerne ich nur als Minimalfassung.
- ☐ Bei zwei Prüfungen in einer Woche lerne ich beide Fächer im Wechsel. Nur die letzten zwei Tage gehören ganz einem Fach.
- ☐ Ich schreibe Übungsprüfungen ohne Unterlagen, mit Uhr und in einem Zug, und werte sie länger aus, als ich geschrieben habe.
- ☐ In der Prüfung blättere ich zuerst durch und teile die Zeit ein. Danach schreibe ich auf, welche eine Sache ich beim nächsten Mal ändere.
Sitzung 13 · Durchhalten
- ☐ Ich plane Schlaf als Teil des Lernens ein.
- ☐ Ich schlafe in den Wochen der Vorbereitung regelmäßig, nicht erst in der Nacht vor der Prüfung.
- ☐ Ich erhole mich aktiv: abschalten, entspannen, etwas anderes können, selbst bestimmen.
- ☐ In der Pause tue ich etwas anderes als vorher, zum Beispiel zehn Minuten zügig gehen statt Bildschirm.
- ☐ Trägt die Erholung über Wochen nicht mehr, gehe ich zur psychologischen Beratung meiner Hochschule.
Wie Erinnern funktioniert. Die beiden Techniken, die tatsächlich wirken. Was weniger bringt, als es sich anfühlt. Mitschreiben, Anwesenheit, Konzentration, gedruckt oder am Bildschirm lesen, die Woche planen, Ziele, Aufschieben, die erste Prüfungsphase, Durchhalten.
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